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Donnerstag, 17. Mai 2012

Testbericht über den Lada 1118 (besser bekannt als Lada Kalina)

Anmerkung des Verfassers:
Der Bericht bezieht sich auf die Nutzung des oben genannten PKWs über einen Zeitraum von zwei Wochen. Er wurde auf Autobahnen, Bundesstraßen sowie im Stadtverkehr gefahren. Der Bericht wurde objektiv und neutral geschrieben.

1. Eindruck
Auf den ersten Blick muss man sagen,  ja, es hat sich etwas getan bei LADA und zwar eine Menge. Eine Verarbeitung wie ich sie bisher bei Lada noch nie gesehen hatte. Keine großen Spaltmaße mehr, einfach nichts, auch nicht beim genauen Hinsehen. Vor mir stand nun ein perfektes Auto wie ich es von Lada noch nie erlebt habe. Störend und gewöhnungsbedürftig für mich sind die lackierten Stoßfänger. Ein Kratzer und schon beginnt das teure Lackieren. Dieses würde ich als den einzigen Minuspunkt sehen. Praktisch aber die Fernbedienung, ein Knopfdruck und schon war die Fahrertür auf. Beim nochmaligen Drücken ließen sich dann auch alle anderen Türen öffnen. Und nur noch einen einzigen Schlüssel besitzt unser geliebter Kalina. Kein lästiges 2-Schlüsselsystem mehr.

Innenraum
Im Innenraum bemerkte ich keinen muffigen Plastikgeruch so wie es einige Tester beschrieben haben. Es war noch der typische Neuwagenduft zu spüren, genauso wie es VW und Skoda auch haben und immer haben werden. Anzumerken bleibt die übersichtliche Anordnung der Armaturen und die klare Bedeutung der einzelnen Kontrolllampen. Alle Hebel und Schalter waren sorgfältig montiert und es wackelte nichts. Für alle Sicherheitsexperten – ja, er hat sogar einen Fahrer- und Beifahrerairbag. Kommen wir nun zu den Sitzen: Man sitzt sehr gut und sie sind auch für längere Fahrten geeignet, absolut langstreckentauglich. Erstaunt war ich über den riesigen, gut mit Teppichboden ausgekleideten Kofferraum. Für den Wagen ein erstaunlich großer Kofferraum, auch geeignet für einen längeren Urlaub mit der Familie.

Fahreigenschaften
Ja, für einen ohne Servolenkung fahrenden Ladafahrer war es schon eine Umstellung, aber man gewöhnte sich sehr schnell daran. Dieses gab mir aber ein zusätzliches Sicherheitsgefühl, da diese Lenkung eine elektromechanische Servolenkung ist. Übersetzt bedeutet das, je höher die Geschwindigkeit ist, umso straffer ist das Lenkverhalten. Man konnte getrost die Arme locker lassen, auch bei einer Reisegeschwindigkeit von 130km/h und mehr (natürlich auf der Autobahn). Das Kurvenverhalten des LADA 1118 ist präzise, ohne einmal gegenlenken zu müssen. Ein so genanntes Schwimmen des Wagens in Kurven war zu keiner Zeit zu bemerken. Unebenheiten auf der Fahrbahn meisterte das Fahrwerk, ohne dass man es beim Fahren merkte. Ein Poltern und Klappern im Innenraum habe ich zu keiner Zeit feststellen können. Zum Bremsen sei nur erwähnt, ein Bremsweg von 54 m konnte ich leider nicht schaffen. Mein Bremsweg war bedeutend kürzer, obwohl "SORRY Herr Trzaska" ich es mehrfach auf einem leeren Parkplatz probierte. Im Fachdeutsch: Ich simulierte mehrere Gefahrenbremsungen und das ohne dieses Zauberwort ABS. Der Lada kam immer sehr schnell zum Stehen, ohne dass der Wagen irgendwie auch nur ausbrach oder andere Zicken machte. Sollte ich noch einmal die Gelegenheit bekommen, messe ich natürlich genau nach. Motortechnisch, was soll man da noch sagen, dass der Wagen nur 81 PS hat, wunderte mich schon bei so einem Fahrverhalten. Gerade auf der Autobahn war ein sehr zügiges Überholen von LKWs und anderen Fahrzeugen kein Problem. Es machte einfach Riesenspaß. Hilfreich ist, dass beim Betätigen des Rückwärtsganges ein Piepen ertönt. Für so manchen unter uns sehr hilfreich, denn es kann manchen Unfall verhindern und dadurch natürlich die Versicherungen entlasten.

Verbrauch
Bei gesitteter Fahrt kann man in der City mit allen Tricks laut Bordcomputer locker einen Verbrauch von unter 7 l schaffen. Mein Verbrauch im Stadtverkehr betrug auf 100 Kilometern sehr gute 6,2 l. Im außerstädtischen Bereich, bei konstanten 90 km/h, sogar nur bemerkenswerte 4,9 l.

Fazit
Mit dem Kalina 1118 hat Lada ein Auto auf den deutschen Markt gebracht, welches aufgrund seines Kaufpreises und seiner Ausstattung mehr Käufer verdient hat. Er muss sich vor keiner Marke verstecken. Vor Einkaufszentren und auf Parkplätzen war er schon ein Blickfang, da er mit Werbung beklebt war. Ansonsten wäre er überhaupt nicht aufgefallen in unserer heutigen Zeit. Also, nicht auf irgendwelche Zeitschriften hören sondern das Auto selber testen!!!!!
Man wird begeistert sein!!!

Andreas Niess, 07. Januar 2008